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Exchange Server 2016 und 2019 bekommen keine Sicherheitsupdates mehr: Was du jetzt tun solltest

28. Oktober 2026

Unternehmerin arbeitet in einem hellen Büro am Laptop, im Hintergrund eine Werkhalle

KI

Dieser Beitrag wurde mit KI erstellt.

Für Exchange Server 2016 und 2019 gibt es keine Sicherheitsupdates mehr: Das Update vom 13. Oktober 2026 war das letzte, auch für Betriebe im kostenpflichtigen ESU-Programm von Microsoft. Ab dem Patchday am 10. November 2026 veröffentlicht Microsoft Updates nur noch für Exchange Server Subscription Edition (SE). Wer seinen Mailserver noch selbst mit einer dieser Versionen betreibt, sollte jetzt den Umstieg planen. Hier liest du, was sich ändert, wen es betrifft und welche Wege du hast.

Was Microsoft beendet

Der reguläre Support für Exchange Server 2016 und 2019 ist bereits am 14. Oktober 2025 ausgelaufen. Danach hat Microsoft ein Jahr lang über das ESU-Programm (Extended Security Updates) noch Sicherheitsupdates geliefert. Dieses Programm endet im Oktober 2026 ohne weitere Verlängerung:

  • Das Oktober-Update vom 13. Oktober 2026 schließt sechs Sicherheitslücken, darunter die kritische Lücke CVE-2026-70571, über die eine präparierte E-Mail Schadcode auf dem Server ausführen kann.
  • Es ist das letzte Update für Exchange Server 2016 und 2019.
  • Ab November erhält nur noch Exchange Server SE Sicherheitsupdates. Nennt eine künftige Sicherheitsmeldung nur Exchange SE, heißt das nicht, dass ältere Versionen sicher sind: Microsoft prüft sie schlicht nicht mehr.

Quellen: Microsoft Exchange Team Blog, Frankys Web und Senn Tech.

Zusätzlich: Probleme nach den Windows-Updates im Oktober

Auch wer das letzte Exchange-Update eingespielt hat, hat aktuell Arbeit: Nach den Windows-Server-Updates vom 13. Oktober 2026 melden Administratoren Exchange-Server, die etwa 24 Stunden nach der Installation die Verbindung zu ihren Postfachdatenbanken verlieren. Outlook im Web zeigt dann den Fehler „MapiExceptionMdbOffline“, und E-Mails stauen sich in der Warteschlange. Microsoft hat das Problem bestätigt, rät davon ab, die Windows-Updates zu deinstallieren, und beschreibt im Exchange Team Blog eine Umgehung per Registry-Eintrag. Eine endgültige Korrektur steht noch aus.

Wer betroffen ist

Betroffen bist du, wenn dein Betrieb E-Mail, Kalender und Kontakte über einen eigenen Exchange Server 2016 oder 2019 betreibt, im eigenen Serverraum oder auf einem gemieteten Server. Das gilt auch für Hybrid-Umgebungen, in denen ein lokaler Exchange-Server neben Microsoft 365 läuft. Ein Mailserver ist direkt aus dem Internet erreichbar und verarbeitet jede eingehende E-Mail. Eine Lücke, die nicht mehr geschlossen wird, ist dort ein besonders hohes Risiko.

Was du jetzt tun solltest

  • Prüfe, welche Exchange-Version auf deinen Servern läuft und ob das Oktober-Update installiert ist.
  • Prüfe, ob deine Exchange-Server nach den Windows-Updates vom Oktober stabil laufen.
  • Entscheide dich für einen Weg, bevor die nächste Sicherheitslücke bekannt wird: Exchange Server SE im eigenen Haus, Exchange Online bei Microsoft oder ein gehosteter Exchange-Dienst.
  • Plane den Umzug der Postfächer mit Zeitpuffer: Von Exchange 2019 mit CU15 ist ein direktes Upgrade auf Exchange SE möglich, Exchange 2016 braucht eine klassische Migration.

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